~~~Dream of Beijing~~~

Unsere Erlebnisse in und um Chinas Hauptstadt

17. Tag: Das war ein Tag...

Donnerstag, 03.05.2012

...um den Urlaub ausklingen zu lassen!

Erzählen können wir heute nicht viel, deswegen fassen wir uns kurz.

Die Koffer sind weitesgehend gepackt, es wird wohl auch alles hineinpassen. Mancheiner wird morgen aber die Toleranz des Check-In-Personals von Emirates austesten müssen - wenn es ums genaue Gewicht geht ;)

Christian und Julia sind noch ein wenig durch die Stadt gelaufen, um sich von ihrer geliebten Stadt zu verabschieden - saßen aufgrund des sehr heißen Wetters aber meistens nur im Schatten. DeSchi und Lieschen haben noch einige letzte Einkäufe getätigt und sich etwas ausgeruht - Mininickerchen. Denn morgen wartet ja Dubai...

Zum Abschluss gehen wir gleich noch einmal mit Bao Yu chinesisch Essen.

Hier nochmal ein Foto des Verpflegungstisches nach 17 Tagen (Zwieback und Kekse sollen die nächsten beiden Tage noch als Frühstück dienen...):

 

LG

Euer Beijing-Discovery-Team

 

P.S. DeSchi

Das beste Essen hier, eine Art Teigfladen mit Fleischfüllung, haben wir leider erst gestern entdeckt - das nenn ich mal Pech! ://

 

P.S. Lieschen:

Mein Koffer platzt.

 

P.S. Christian:

Ich will nicht nach Hause. Ich freu mich jetzt schon auf nächstes Jahr.

16. Tag: Nördliche Seen, Chaoyangpark und Kohlehügel

Mittwoch, 02.05.2012

Julia und Christian

Wir haben heute einen längeren Spaziergang (2,5h) bis zu den nördlichen Seen gemacht und die letzten Tage etwas ausklingen lassen. 

Gegen Abend haben wir uns wieder mit Herrn Meng getroffen und haben dort einige neue Geschäftsmodelle für Deutschland und China diskutiert (Geschäftsgespräche sind Pflicht). Es gab Frosch und Mini-Hummer zum Abendessen.

 

DeSchi und Lieschen

Wir hatten uns heute vorgenommen, die letzten Sightseeing-Punkte auf der ToDo-Liste abzuarbeiten und taten dies auch. Nachdem wir nach 5 Minuten Fußweg doch zum Hotel umgekehrt waren, um uns umzuziehen (es war heute mit Abstand der heißeste Tag unseres Urlaubs und absolut windstill), fuhren wir in den Chaoyangpark - eine Art Freizeitpark mit integrierten Sportanlagen (Beachvolleyball, Tennis, Basketball, usw.) und Karussellen/Achterbahnen. Hier kann man auch für 20 Yuan (= 2,40€) Fische füttern - Woow...NOT... die armen Fische. Kriegen die nur was zu essen, wenn Parkbesucher Geld locker machen?! =/


Nachdem wir einige Stunden dort verweilt hatten, fuhren wir weiter zum Kohlehügel - dem höchsten Punkt der Stadt, der eine super Aussicht auf die verbotene Stadt offenbart. Da wir heute gutes Wetter hatten (halbblauer Himmel), konnten wir den Ausblick auch uneingeschränkt genießen.


Zum Abschluss unserer Sightseeing-Reise gönnten wir uns nochmals eine Fußmassage. Diese war noch lustiger und besser als gestern. Nicht nur, weil die Masseurinnen in unserem Alter waren und wir einige Gesprächsthemen fanden, sondern auch weil weitere Hilfsmittel herangezogen werden mussten, um die für Europäer untypische „Strong Massage“ durchführen zu können (DeSchi ist etwas schmerzfreier als andere ;))

 

Morgen ist unser letzter Tag. Bald sind wir zurück.

 

LG 

Euer Beijing-Discovery-Team

 

P.S. Lieschen:

Ich bin ein Krebs. =//

 

P.S. DeSchi:

Ich stelle andere immer wieder vor neue Herausforderungen ;)

 

P.S. Christian:

Ich bin durch meine chinesischen Freunde extrem gerührt - wie immer.

 

P.S. Julia:

Ich schließe mich an.

15. Tag: 1.Mai Feiertag und Fussmassage

Dienstag, 01.05.2012

Heute war, wie in Deutschland auch, Feiertag in China: Tag der Arbeit. Und das nahmen die Chinesen wörtlich: Alle arbeiteten - Geschäfte, Salons, usw. wurden keineswegs geschlossen.

Wir hatten uns vor längerem vorgenommen, an diesem Feiertag den Platz des Himmlischen Friedens noch mal zu besuchen, um zu beobachten, wie viele Chinesen an diesem Tag ihrem ehemaligen Staatspräsidenten Mao Zedong zu Ehren das Mausoleum und die Gegend drumherum besuchen. Tatsächlich waren die Sicherheitsvorkehrungen sehr scharf. So mussten wir nicht nur mehrere Schleusen passieren, wir fühlten uns auch wie Erstklässler, als wir von Militär und Polizei aufgefordert wurden, uns zum Sicherheitscheck in einer Reihe hintereinander aufzustellen. Wie viele Menschen sich tatsächlich auf dem Platz aufhielten, wagen wir nicht einzuschätzen - vermuten aber, dass sich die Anzahl im 6-stelligen Bereich befindet.


Im Anschluss daran, gingen wir in die Altstadt, die heute ebenfalls gut gefüllt war. Nach einem kurzen Abstecher durch die Taiwan Street und Mc Donalds (Softeis für 3 Yuan = 35ct), ging es 2 Blocks weiter zum Chongwenmen - hier setzten wir uns zum ersten Mal seit unserem Aufbruch hin und tranken bzw. aßen eine Kleinigkeit. Bei der sich anschließenden Tour durch das Shoppingcenter konnten wir allen KlimBim begutachten, der dort angeboten wird: Spongebob und Rilakkuma, Spangen und Haarbänder, Iphone-Hüllen und Uhren an jeder Ecke - in den unmöglichsten Farben und Formen. In Anbetracht unserer bereits überfüllten Koffer, wurde heute kaum etwas gekauft... =(

Danach gönnten wir uns alle eine einstündige Fußmassage. Dabei hatte eine Masseurin ein schweres Los gezogen: Schuhgröße 45 und feste Waden - ihre Hände, wie für chinesische Frauen üblich, so klein wie die von 8-jährigen europäischen Mädchen ;)

LG

Euer Beijing-Discovery-Team

 

P.S. Julia:

Ich hatte eine Blindenmassage ohne diese explizit zu verlangen.

 

P.S. DeSchi und Lieschen:

Warum haben wir uns das nicht schon früher gegönnt? :/

 

P.S. Christian:

Ich möchte eine Verlängerung - gleich noch ne Rückenmassage angeschlossen.

 

P.S. Masseurin mit kleinen Händen:

Bigfoot was very good.


14.Tag: Liegender Buddha im Botanischen Garten, Shopping Non-Stop

Montag, 30.04.2012

Auf Julia´s To-do-Liste stand noch der liegende Buddha im Botanischen Garten. Mit einigen Umwegen kamen wir dort gegen mittag an. (Der Taxifahrer wollte uns nicht dorthin fahren, wir verstanden nichts und mußten erst die richtige Buslinie finden.) Dafür das dorthin vom Sommerpalast aus nur wenige Busse hinfuhren, war der Park proppevoll mit Besuchern. Dementsprechend voll waren auch die Busse, in die man hereingeschoben wurde, um noch den letzten Zentimeter Platz auszunutzen.

Der Garten war schön, der liegende Buddha oder auch schlafender Buddha genannt war sehenswert. Leider war Photo-Verbot. Der restliche Park glich anderen Parkanlagen in Beijing nur in größeren Dimensionen. Außerdem hatte man von dort aus einen schönen Überblick auf die Berge. Für jeden der dort einmal hinmöchte, ein kleiner Tip: Mit der U-Bahn zum Nordtor des Sommerpalastes, von dort aus mit der Buslinie 331 Richtung Nordwest 北西. 


Abends haben wir uns dann mit Herrn Meng und seinem Sohn zum Essen getroffen, in dem Restaurant gab es Spezialitäten aus der Yunnan-Provinz. (ähnlich der Thailändischen Küche) Es gab gebratene Seebrasse, frische Minze in Rinderfleisch eingerollt, Curry-Chicken-Wings, eine ausgehöhlte Ananas mit Reis-Ananas-Honig-Gemisch und dazu gehörte natürlich auch das Bier aus Dali, des ehemaligen Königreichs Yunnans. Der Sohn von Herrn Meng meinte, dieses Bier ist gesünder, weil in Yunnan das Wasser besonders sauber ist.

 

DeSchi und Lieschen waren in der Zeit im Hongquiao shoppen. Kofferübergewicht und Handtaschenmangel sind in China garantiert. Wir sind jetzt schon auf die Kofferwaagenanzeige gespannt.

Erdgeschoss Hong Chiao Pearl Market Ausbeute

LG

Euer Beijing-Discovery-Team


P.S. Christian:

Im Botanischen Garten waren mehr Menschen als Pflanzen.

13. Tag: Tempel der großen Glocke, alter Sommerpalast und Taiwan Street

Sonntag, 29.04.2012

DeSchi und Lieschen

Der Plan für heute war, zuerst die Beijing Filmstudios und im Anschluss daran, die Ruinen des alten Sommerpalastes zu besuchen. Wir stiegen an der entsprechenden U-Bahn-Station aus und liefen Richtung Filmstudios - allerdings waren diese nirgends zu finden. Nachdem wir also ca. 5km gelaufen waren, um danach zu suchen, gaben wir auf. Umsonst der Weg. Wenn man dem etwas Positives abgewinnen will, so ist das - natürlich neben dem zusätzlichen Sport -, dass Lieschen ein Eis gekriegt hat und dass wir das Leben der Chinesen an und um den 3. Ring beobachten konnten.

Da wir die Filmstudios nicht fanden, beschlossen wir, den Tempel der großen Glocke zu besuchen, der ganz in der Nähe war. Dieser ist berühmt für die knapp 7m hohe Glocke, die nur zum Neujahrstag geschlagen wird. Hier hielten wir wieder als Modells für chinesische Touristen her - diesmal hatten aber alle lieb gefragt und nicht einfach ihr Riesenobjektiv nach uns ausgerichtet.


Im Anschluss daran, gingen wir in den alten Sommerpalast. Hier machten wir selbst einige Bilder vor interessanter Kulisse und erklimmten dazu so einige Gesteine - den Tierchen und allen Gefahren zum Trotz. Der Sommerpalast selbst ist riesig und sehr weitläufig, allerdings genießt man besonders im westlichen Teil eine erholsame Ruhe, da dort kaum Menschen sind und auch die Straße nicht zu hören ist. Wir hielten uns rund 3 Stunden hier auf und können nicht mal behaupten, die Hälfte des Geländes gesehen zu haben.


Zum Abschluss gab es ausnahmsweise mal Fast Food. Lieschen wollte ein Sub von Subway, DeSchi blieb bei alt Bewährtem: Mc Donalds - und hier ist das Menü doch tatsächlich noch mal 7 Yuan (knapp 30%) günstiger als in der Innenstadt. Damit kostet es 18,5 Yuan (= 2,2€). Subway ist übrigens hier in China (selbst außerhalb der Innenstadt) kaum günstiger als in Deutschland und für chinesische Verhältnisse damit ziemlich teuer.

 

Christian und Julia

Wir fuhren heute mit dem Bus nach Babaoshan. Von dort aus gingen wir nach Süden in die Taiwan-Straße, die entlang des Beijing International Sculpture Park liegt. Dort gibt es alle taiwanesische Köstlichkeiten zu kaufen, von Bier über Schnaps und Wein bis hin zu Dosen und Keksen. Julia erkannte dort ein Top Angebot. Aufgrund ihrer erstaunlichen chinesischen Sprachkenntnisse erkannte sie ein Schild mit der Aufschrift „Mai Yi, Song Yi“ (Kauf 1, krieg 1 geschenkt). Und das ausgerechnet bei taiwanesischem Markenbier: 2 Bier für 6 Yuan. Außerdem sahen wir instrumentale Darbietungen von 3 chinesischen Solokünstlern.

Nach einem leckeren taiwanesischen Essen, ging es zurück ins Hotel.

 

LG

Euer Beijing-Discovery-Team

 

P.S. Lieschen

Ein bisschen Stein, ein bisschen Baum.

 

P.S. DeSchi

Ich war noch in keinem Hotel mit vergleichbar hellhörigen Zimmern. Man hört einfach alles - wirklich alles!!!

 

P.S. Christian:

Heute war mein Gönnertag: Erst eine Top-Massage und Abends nochmals ein 500g QX-Beef japanischer Art.

 

P.S. Julia:

Ich habe wieder chinesische Schokolade probiert - bäääh!

12. Tag: Lamatempel (Yonghegong), Konfuziustempel und Kaiserliche Akademie + Shopping Hongqiao

Samstag, 28.04.2012

Heute war Buddhas Geburtstag! Das hieß für uns: Tempeltag!!! Als erstes machten wir uns auf den Weg zum berühmtesten Tempel, dem Lamatempel. Entgegen unserer Erwartungen war es dort nicht so voll, weil die Touristenbusse heute dort nicht Halt machten. Es waren nur Individualtouristen und gläubige Buddhisten vor Ort. Auch Mönche feierten Buddha. Über dem gesamten Tempelareal lag eine Duftwolke ausgehend von hunderten von Räucherstäbchen, die die Gläubigen zum Anbeten nutzten. In der Nähe der Opferschalen für die Räucherstäbchen wars richtiiiiig heiß! Im letzten Gebäude des Tempels steht ein riiiiieeeeeesiger Buddha (Höhe 18m), der durch mehrere Stockwerke ragt und dadurch die gesamte Raumhöhe ausnutzt.



Danach ging es in den Konfuziustempel, der nur wenige Meter entfernt liegt. Dieser war um einiges kleiner, als der Lamatempel. Hier konnte man Konfuzius sehen und Einblicke in seine Lehren und seine Bedeutung für die heutige chinesische Kultur gewinnen. „Konfuzius sagt...“ Zufälligerweise fand dort gerade eine Tanzaufführung statt, die wir uns natürlich angeschaut haben. Thema der Aufführung war - neben Konfuzius Lehre - das Werben eines Jungen um ein Mädchen.
Dann besuchten wir die daran anschließende Kaiserliche Akademie. Hier bestaunten wir das Leben damaliger Studenten an der höchsten Universität des Landes.



Als wir die Akademie verließen, wurden wir Zeugen einer lebhaften Auseinandersetzung zwischen 3 Chinesen. Was genau vor sich ging, können wir aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse immer noch nicht genau sagen. Hier die Fakten:

Person A: Mann um die 50 mit lautem Organ und Fahrradschloss in der Hand.

Person B: Alte Frau mit Handy und großer Klappe; Beschützerin von Person C.
Person C: Schweigsamer Mann Mitte 20 mit Marmorplatte in den Händen.
Tathergang: Alle 3 Personen laufen um die Wette und wühlen die ganze Straße auf. Alle 3 kommen an einem Fahrrad zum Stehen. A und B fangen an, sich verbal anzugreifen. Als sich A das Fahrradschloss greift, rennt C zur nächsten Baustelle und schnappt sich ne Marmorplatte. A rennt zu C und schlägt mit Fahrradschloss zu. C nutzt Platte als Schutzschild und rennt weg. B wirft sich schützend dazwischen. Als sie ihr Handy zückt, schlägt A es sofort auf den Boden und sackt es ein. Das Geschreie nimmt zu. A versucht weiterhin an C zu gelangen, der wiederum die Marmorplatte zum Schlag bereit über den Kopf hält, doch B versperrt beharrlich den Weg. Nach einigem Hin und Her nimmt B eine Handtasche aus dem Fahrradkorb. A versucht dies zu verhindern. B ist dennoch erfolgreich und erlangt sogar das Handy zurück. B schwingt sich aufs Rad und fährt widerwillig davon. Die Meute (Personen D bis Z^^) steht drumrum und schreitet NICHT ein!!!
Es klingt nach einem Drehbuch...aber Leute, wir sagen euch: es war wirklich so!!!!!

Da der Nachmittag noch nicht allzu fortgeschritten war, beschossen wir, den Rest des Tages mit Shoppen im Pearl Market zu verbringen. Hier hieß es mal wieder Handeln und Pokern, Handeln und Pokern,... Mittlerweile kennen wir die Maschen der Händler und wissen, sie zu unseren Gunsten einzusetzen.

Zum Abendessen gabs für Lieschen Burger und Pommes bei Burger King, für DeSchi gar nix (Magenprobleme). Julia und Christian genossen einen HotPot mit hauchdünn geschnittenem Lammfleisch, Rindfleisch, Kartoffelscheiben, Nadelpilzen und Sesamerdnusssauce (Suuuuuper lecker wie immer).

LG
Euer Beijing-Discovery-Team

P.S. Lieschen:
Daisys Unwort des Urlaubs: WIRSCH!!!!!!

P.S. DeSchi:
Ich hab mir hier in Peking schon einen Namen gemacht, im Pearl Market bin ich aufgrund meiner Verhandlungskünste bei den Händlern bekannt als Tough Lady, Killerlady, Bad Girl...

P.S. Julia:
Wo war das Pferd, das gewaschen wird...???

P.S. Christian:
Ich vermute, das Wirtschaftswachstum in China wird weiter sinken, solange DeSchi hier ist.


11. Tag: Verbotene Stadt/Kaiserpalast, Trommelturm und Tempel/Kloster der Barmherzigkeit

Freitag, 27.04.2012

Da DeSchi und Lieschen weiter ihre To Do-Liste abarbeiten wollten, Christian und Julia aber anderes vorhatten, gingen wir heute wieder getrennte Wege...

 

Lieschen und DeSchi

Da wir vom gestrigen Tag ziemlich erschöpft waren, beschlossen wir, auszuschlafen. Gegen 9.45 Uhr wurden wir wieder wach und machten uns fertig. Zum Frühstück hatten wir wie immer einen Hauch feinster Nussnougatcreme auf knusprig bereitetem Brot des vollen Korns (Nutella auf Knäckebrot). Währenddessen begutachteten wir das Wetter und unsere Liste und stellten den Tagesplan auf. Um 12 Uhr ging‘s los. 

Wir beschlossen, uns die verbotene Stadt doch noch von Innen anzusehen - und verbrachten dort gute 3 Stunden. Neben dem großen Gelände samt aller Höfe, Gänge und Gärten, kann man hier alte Schätze der vergangenen Dynastien begutachten. Als wir aus dem Palast rausgingen, wurden wir von einer Buchverkäuferin begrüßt, die uns Informationen über die verbotene Stadt verkaufen wollte - für 80 Yuan (=9,60€). Wir lehnten ab - und hatten ab jetzt eine neue Begleitung gefunden. Die Frau „verfolgte“ uns bis zum Ende der Straße (mehrere Hundert Meter) und bot immer mehr Bücher an. Zuletzt wollte sie für 3 Bücher über die verbotene Stadt, die Große Mauer und Beijing Stadt 50 Yuan (=6€) haben. Leider waren die Bücher nicht nach unserem Geschmack und wir machten von diesem Schnäppchen keinen Gebrauch.

 

Danach ging es zum Trommelturm. Da wir uns sehr lange in der verbotenen Stadt aufgehalten hatten, mussten wir uns hier eigentlich etwas beeilen. Allerdings fanden wir auf dem Weg einen „Klimmbimm“-Laden mit allem, was Lieschens Herz begehrt: Schlüsselanhänger, Handytaschen, Stylingprodukte usw. mit Aufdrucken aller erdenklichen Zeichentrickhelden der Neuzeit... obwohl wir uns hier entsprechend lang aufhielten, schafften wir es noch pünktlich zur letzten Trommelshow in den Trommelturm. Nachdem wir diesen unheimlichen Treppenaufgang gemeistert hatten, genossen wir noch einmal den Blick über Peking und ließen uns dann von den Trommeln begeistern. Eine echt super Show. Und der Klang hallt in dieser kleinen Halle unheimlich - wahnsinnig beeindruckend.


Julia und Christian 

Wir fuhren mit der U-Bahn nach Xidan - aber diesmal nicht zum Einkaufen. Heute ging es Richtung Norden nach Xisi zum Sightseeing. Zufällig kamen wir an dem Kloster Guangji Si (Tempel der großen Barmherzigkeit) vorbei, welches direkt gegenüber des Museums für Geologie liegt. Im Kloster/Tempel konnten wir die Vorbereitungen für den nächsten Tag sehen - denn morgen ist Buddhas Geburtstag. Beim Verlassen des Tempels fühlte Christian sich bewogen, Kardamomholz, 3 buddhistische CDs und Räucherstäbchen XXL (60cm lang, 3 cm dick) zu kaufen.

Von dort aus ging es Richtung Westen, um etwas Zeit im Park Yuyuetan zu verbringen. Leider ist hier schon seit 3 Jahren auf der Hälfte des Parks eine Baustelle - weshalb wir ihn nach kurzer Zeit wieder verließen.

 

Gemeinsam

Den Abend verbrachten wir wieder gemeinsam. Wir wurden von Bao Yu in ein Restaurant eingeladen und aßen u.A. Peking-Ente (Beijing Kao Ya) - suuuper lecker. Erstaunlich war: Lieschen mochte diesmal alles, was auf dem Tisch stand - und Christian war von einem nicht fleischlastigen Gericht begeistert. Hierbei handelte es sich um ein Kartoffelgericht, das in einem Suppenteller großen Gefäß serviert wurde (Mini-Wok) und mindestens 25 Knoblauchzehen beinhaltete. Überhaupt war das Essen heute sehr knoblauchlastig. So hatten auch Zuckererbsen und Spagel einen äußerst dicken Knoblauchmantel. 

Das Essen war dennoch ein Erfolg ;)

An dieser Stelle: Thank you, Bao Yu, for your invitation!

 

LG

Euer Beijing-Discovery-Team

 

 

P.S. Lieschen

a) Heute hatte ich mein erstes Fotoshooting mit einer Englisch sprechenden Chinesin ;) 

b) 3-jähriges Kind pinkelt im Treppenbereicht der U-Bahn-Station auf den Boden und hinterlässt eine riesige Pfütze.

  

P.S. DeSchi

Schlafen tut gut. Ich will immer noch ein belegtes Brötchen mit Käääse!

  

P.S. Julia

Knoblauch ist nicht alles!

 

P.S. Christian:

a) Bemerkenswert war, dass Bao Yus Sohn Entenknorbel besondern schmackhaft fand.

b) Unser Mittagessen war selbst für mich zu scharf.

10. Tag: Tagesausflug nach Tianjin

Donnerstag, 26.04.2012

Für heute war ein Tag außerhalb Pekings gebucht. Also fuhren wir mit dem Schnellzug nach Tianjin: 120 km in knapp 30 Minuten bei einer Höchstgeschwindigkeit von 297 km/h. Die Hinfahrt war wieder einmal mit Abenteuern versehen: Unser Zug kam zu spät, so dass mehrere Schnellzüge mit selbem Ziel zusammengelegt wurden. Damit verzögerte sich die Abfahrt für uns um mehr als 30 Minuten. Das Problem: Das Gleis änderte sich auch - und mal wieder sprach niemand Englisch - auch die Durchsagen waren nur auf Chinesisch (mit Ausnahme der Aussagen für die Verbindungen nach Shanghai). Letztlich kamen wir aber doch gegen Mittag an.

Unser ersten Ziele waren die Century Clock und der Marco Polo Platz. Auf dem Weg zur Italian Style Town liefen wir zudem an einem Platz vorbei, auf dem mehrere deutsche Komponisten als Statuen wieder zu finden waren (von Beethoven über Haydn zu Bach). In der Italian Style Street (von der wir immer noch nicht wissen, wieso genau sie so heißt), wurde uns direkt „Weibwurst“ angeboten (siehe Foto) - was das wohl ist? ;)

Mitten in der Großstadt - ein Taubenschlag

Von da aus ging es über den Fluss Haihe zum Stadtzentrum. Hier aßen wir auch zu Mittag - endlich wieder mit Messer und Gabel. Es gab Salat, Steak, Pizza und Tiramisu :) Danach gingen wir durch die Ancient Cultural Street - hier hieß es wieder: Shoppen und Handeln, Handeln, Handeln! Es sei so viel gesagt: Wir waren erfolgreich. 

Es gibt Menschen, die essen HÜHNERFÜßE freiwillig...! :/

Zum Abschluss des Ausflugs, gönnten wir uns eine Fahrt mit dem Riesenrad, welches 120m hoch und über den Fluss gebaut ist. Damit hatten wir einen guten Ausblick über Tianjin während der Dämmerung. Zurück in Peking, versuchten sich Lieschen und DeSchi am Pekinger Bier. Ihr wollt wissen, wie das ausgegangen ist? Das bleibt unser Geheimnis ;)

 

 

Sicht von der Rückbank eines chinesischen Taxis Klo - mal wieder dreckig...

LG

Euer Beijing-Discovery-Team

  

P.S. Lieschen:

Vom Fotos-schießen kriegt man Falten :/

 

P.S. DeSchi:

Pekinger Bier schmeckt. 

Ich will endlich wieder ein belegtes Brötchen mit Kääääse!!!

 

P.S. Julia:

Immer schön hart bleiben beim Handeln.

 

P.S. Christian: 

Ich gönn‘ mir jetzt eine Massage ;)

Tag: Sommerpalast bei strahlendem Sonnenschein und Abendessen in der Altstadt

Donnerstag, 26.04.2012

Der Blick aus dem Fenster heute morgen, zauberte ein Lächeln in unsere Gesichter: Peking begrüßte uns mit Sonne und wir hatten zum allerersten Mal einen blauen Himmel - das hatten wir schon nicht mehr erwartet. ;) Julia stand für ein Foto des Sonnenaufgangs sogar zwischenzeitig auf.

Das Wetter nutzten wir natürlich aus, um den Sommerpalast zu besuchen. DeSchi und Lieschen fuhren mit einem Boot durch einen Kanal Pekings zum Sommerpalast (Kosten: 30 Yuan = 3,60€). Julia und Christian nahmen die U-Bahn. Zur Bootsfahrt sei angemerkt: Zur Anlegestelle fuhren auch Deschi und Lieschen mit der U-Bahn. Sich danach aber zu orientieren, fiel etwas schwer, zumal man in Peking/China ganz auf sich allein gestellt ist: Eine Karte hilft nur bedingt, da die Straßen schlecht bis gar nicht beschriftet sind. Und nach dem Weg fragen kann/sollte man nicht, da die Chinesen nicht zugeben können, wenn sie etwas nicht wissen, und einen in die komplett falsche Richtung schicken. Gott sei Dank haben wir mittlerweile ein Gefühl dafür, wer Ahnung hat und wer nicht ;) Wir haben den Anleger dann doch gefunden...Das Boot ist für sehr kleine Chinesen gebaut: Kopf einziehen beim ein- und aussteigen, und ordentlich Beine anziehen während der Fahrt. Verstanden haben wir natürlich nichts - Englisch wäre auch hier touristenfreundlicher gewesen.

Treffpunkt war die 17-Bögen-Brücke im Sommerpalast. Nachdem wir uns gefunden hatten, beschlossen wir, im Pavillon kurz zu rasten. Hier trafen wir auf eine chinesische Schulklasse. Die Kinder konnten erstaunlicherweise Englisch und nachdem einer sich getraut hatte, uns anzusprechen, verging auch die Scham der anderen. Sie wollten ein Bild mit und Autogramme (!!!) von uns - 9 Tage Peking, und wir sind Superstars! :)


Auf die als „Schmuckausstellung“ angepriesene Keramik- und Kunstausstellung des kaiserlichen Sommerpalastes gehen wir mal nicht weiter ein. Auf dem Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit gingen wir durch den 600m langen Korridor. 


Danach ging es in den „Tower of the Buddhist Incense“ - zu dem wir über 200 Stufen erklimmen mussten. Hier merkten wir, dass wir mittlerweile im Training sind. Beim Besuch des „Bird‘s Nest“ im Olympia Park machten wir wesentlich früher   (nach halber Strecke) schlapp!!! Aufgrund des tollen Wetters und blauen Himmels war die Aussicht auf Peking von dort oben einfach genial. Julia und Christian erzählten, dass diese noch nie so gut war. Daraus folgerten DeSchi und Lieschen, dass es an ihnen liegen muss. ;) Der Fernsehturm wird damit von unserer To-Do-Liste gestrichen, denn eine bessere Aussicht ist kaum vorstellbar.


Vor dem Verlassen des Geländes, gingen wir noch am Marmorboot vorbei und besuchten zum Abschluss die „Suzhou-Street“ - eine Nachbildung der Wasserwege von Suzhou, eine bekannte Stadt in Südchina, bei Shanghai. Ein  Wunder, dass wir bei unserer Tollpatschigkeit nicht im Wasser landeten - denn die Wege waren sehr schmal und grenzten ohne Absicherung unmittelbar an den Kanal (siehe Foto). Nicht umsonst, standen hier Schilder mit der Aufschrift „Narrow Road - One Way“. Da auch hier entlang des Weges Geschäfte waren, konnten wir unser Verhandlungsgeschick wieder erfolgreich trainieren.

 

Nach dem Besuch des Sommerpalastes gingen wir in die Altstadt zum Abendessen. Kaum hatten wir die Nebengassen betreten, wurden wir von allein Seiten auf chinesisch „angeschrien“ - die Restaurantinhaber bemühten sich um uns als ihre Gäste. Und da hier gilt „Lauter = besser“, wird geschrien! Wir entschieden uns für ein kleines Lokal und aßen neben Schwein und Hühnchen auch Reis, Gemüse, chinesischen Fenchel und süße (!) Frühlingsrollen. Christian möchte hier erwähnen, dass auch ihm hier in Peking mal etwas nicht geschmeckt hat (Frühlingsrollen). Zuletzt ging es zu Fuß ins Hotel zurück - und so sahen wir die Gebäude auch bei Nacht: schön beleuchtet.


LG 

Euer Beijing-Discovery-Team


P.S. Lieschen: 

Ich hab Kniekehle!

P.S. DeSchi:

Lieschen lernt spanisch. Ihre ersten Entdeckungen: „Das R muss surfen“ und „oh wie süß. El amor - die Liebe. Die deutsche und spanische Liebe können sich paaren!“ *lol*

P.S. Julia:

Eines der schönsten Tage in Peking. Schön formuliert, DeSchi.

P.S. Christian:

  1. Kaum bestellt Lieschen Essen, schon ist was dabei, was wir mir nicht schmeckt.
  2. Das Wetter heute hat für die bisherigen Tage entschädigt.
  3. Von wegen, Lieschen mag keine Kinder...

8. Tag: Chinesische Mauer zum Nulltarif

Dienstag, 24.04.2012

Früh aufstehen war heute angesagt: um 6.30 Uhr (da ward ihr grad im Bett) ging der Wecker. Denn um 8 Uhr haben wir uns mit der U-Bahn auf den Weg zum verabredeten Treffpunkt mit Herrn Meng gemacht. Dort waren wir dann um 8.40Uhr, 9.00 Uhr war abgesprochen. Nun kollidierte die deutsche Pünktlichkeit allerdings mit der typisch chinesischen Unpünktlichkeit. Herr Meng war vom Pekinger Berufsverkehr aufgehalten worden und konnte uns erst um 10.30 Uhr einsammeln. Im Klartext: Wir „durften“ knapp 2 Stunden warten - und das bei pendlervollen Straßen und strömenden Regen. Unterschlupf fanden wir dabei am Ausgang der U-Bahn-Station. Dort hatten wir Zeit (hahaha!!!), die Strategie chinesischer Kleinunternehmer zu bewundern: Erstaunlicherweise hatte kaum ein Chinese einen Schirm dabei (obwohl es bereits um 6 Uhr morgens regnete), so dass die Straßenverkäufer mit Schirmen das große Geld machten. Mit steigender Nachfrage und sinkendem Angebot stieg markttypisch der Preis (und zwar um 50%, von 10 auf 20 Yuan)- und sank umgekehrt, als wieder mehr Händler und damit mehr Schirme vor Ort waren. Interessant zu beobachten, wie schnell Hunderte von Schirme den Besitzer wechseln können. Als der Regen nachließ, wurde der Schirmverkauf so schnell wieder uninteressant, wie er lukrativ geworden war - und die Schirme verschwanden in einem für Peking doch hochwertigen Ford.

Nach langer Wartezeit wurden wir also aufgegabelt und konnten für eine Zeit ins Trockene. Da Herr Meng bei freier Fahrt, auf einer 3-spurigen Autobahn aber nur durchschnittlich 60 km/h fährt, dauerte die Fahrt zur Mauer knapp 2 Stunden. Zwischendurch musste Lieschen aufs Klo - mal wieder! Wir fuhren einige Kilometer Serpentinen durch die Berglandschaft und konnten so die Mauer auch von Weitem sehen. Auch zeigte uns Herr Meng, was Reichtum für einen Chinesen bedeutet: Ein Haus mitten inner Pampa, das nicht bewohnt wird - aber mit Blick auffe Mauer. 

Reichtum auf Chinesisch

Im Anschluss daran suchten wir ein Gasthof/Pension mit Essgelegenheit auf, in dem wir von Herr Meng zum Essen eingeladen wurden. Auf Lieschens ausdrücklichen Wunsch hin (das hatte Christian Herrn Meng erzählt), gab es ausschließlich vegetarische Kost: fritierte Lindenblüten (sah aus wie Blätter) im Teigmantel, Seegras mit Knoblauch, gebratene Blätter, Omelett, sauer angemachter roher Kartoffelsalat, chinesische Pizza (Mehrschichtiger Teig, aber lecker), warmer Auberginen-Salat und Grießsuppe (angeblich Grieß) begleitet von 4x630ml Bier... Gegessen wurde in einem Raum, der den Eindruck weckte, das Wohnzimmer der Gastgeber zu sein.


Gestärkt erklimmten wir dann die Mauer - bzw. den Mauerabschnitt „Moshikou“. Aufgrund des schlechten Wetters zahlten wir hier keinen Eintritt (Ersparnis: 32 Yuan = 3,80€ p.P.). Ein weiterer Vorteil des Wetters war der, dass wir ganz allein dort waren und uns kein anderer Touri stören bzw. auslachen konnte ;)

Der Regen machte das Besteigen natürlich nicht einfacher, aber wir trotzdem ihm und schafften es über den ersten Wachturm hinaus. Man sollte an dieser Stelle erwähnen, dass die Mauer nur aus Stufen und Türmen besteht, da sie die Skyline der Berge widerspiegelt: rauf-runter-rauf-runter. Die Stufen sind nicht nur unregelmäßig hoch, sondern auch sehr steil nach vorne geneigt und rutschig (siehe Fotos). Wieso das letzte restaurierte Stück mit der Aufschrift „Dang erous Area“ (Gefährliche Zone) gekennzeichnet war, erfuhren wir nach wenigen Stufen am eigenen Leib. Für uns hieß das: Rückzug! Also machten wir nur noch einige weitere Bilder und verabschiedeten uns von der chinesischen Mauer. Die Rückfahrt ähnelte der Hinfahrt.


Fazit: Die Mauer sollte man mindestens einmal im Leben gesehen haben. Regen ist natürlich nicht das Optimum, aber da man solche Fahrten frühzeitig planen muss, kann man das Wetter schlecht einkalkulieren.

 

LG

Euer Beijing-Discovery-Team 

 

P.S. DeSchi: 

 Lieschen hat immer Schmerzen: Erst der Rücken, dann das „Steißbein“, dann die Zehen, gestern das eine Knie, heute das andere... oh man... was kommt morgen???

 

P.S. Julia:

Danke für den schönen Tag an Herrn Meng

 

P.S. Lieschen:

Daisy 打呼噜 (Dahulu)...fast immer.

 

P.S. Christian:

Es ist immer wieder toll, gute Freunde auf Reisen zu haben. Herzlichen Dank an meinen Freund.

7. Tag: Beihai-Park und nördliche Seen

Montag, 23.04.2012

Da Christian und Julia für den Tagesausflug noch etwas zu erledigen hatten, trafen wir uns heute Mittag direkt vor dem Beihai Park. Das hieß für DeSchi und Lieschen: Allein dorthin finden ;) Das war eigentlich auch kein Problem - aber was wäre ein tag in Peking ohne Abenteuer?! Nachdem wir bereits 40 Minuten gelaufen waren, sprach uns ein Rikscha-ähnlicher Mopedfahrer an, ob er uns nicht fahren sollte. Nach anfänglicher Skepsis (Man konnte diese Rikscha nicht betreten, ohne Angst zu haben, dass das Blech unter uns sich auflöst), entschieden wir uns doch für die Fahrt. Wir fragten nach dem Preis und verblieben bei 2 Yuan - für eine Strecke von vielleicht 1,5km. Kaum aufgestiegen, kam ein Kollege des Fahrers, die beiden Sprachen sich kurz ab, und wir wurden auf das andere Gefährt verwiesen. Problem: Jetzt war es kein Moped mehr, sondern ein Fahrrad! Für den Kutscher hieß es also: Strampeln, Strampeln, Strampeln! Bereits nach kurzer Zeit ertönte von vorne ein leises Stöhnen und Ächzen, das nach ein paar weiteren Metern von dem Wort „heavy“ (deutsch: schwer) begleitet wurde. Nach halber Strecke dann erschien von der Seite ein zweiter Rikscha-Radfahrer und forderte uns auf, dass eine von uns beiden doch bitte bei ihm Platz nehmen solle. Das taten wir, unter der Bedingung, zusammen zu fahren. Zusätzlich verabschiedete sich der bisherige Fahrer gänzlich und ließ einen Kollegen weitertrampeln. Am Ziel angekommen, forderten die 2 Fahrer insgesamt 40 Yuan - wohl gemerkt: Mittlerweile war keiner der beiden mehr dabei, mit denen wir das ausgehandelt hatten. Nach zögerlichen Verhandlungen zahlten wir dann letztlich doch 30 Yuan (3,60€). Alles unter Beobachtung von Julia und Christian, die den Treffpunkt dann auch erreicht hatten. 


Danach ging‘s dann Gott sei Dank in den Beihai Park. Eintritt hier: 20 Yuan (2,40€). Hier verbrachten wir den ganzen Nachmittag: Erst gingen wir um den See, dann gingen wir hinauf zur Pagode und machten ein wenig Rast, erzählten uns sogar alte Kindheitsgeschichten. Nach dem Abstieg, besichtigten wir noch die nördlichen Seen und hörten hier in einer Gasse sogar deutsche Musik ;)

Den Tag ließen wir dann in einem Restaurant in der Straße mit den roten Laternen ausklingen. Es gab Mini-Hummer, Mais (extra nicht scharf), Brokkoli und dampfgegartes Fleisch - das Abendessen war sogar für Lieschen lecker ;)

 

LG

Euer Beijing-Discovery-Team

 

P.S. Lieschen & DeSchi: Wir haben herausgefunden, was wir gestern wirklich gegessen haben: 鸡脆骨 = Hühner-Knorpel... bääähhhh... da ist Knorpel hier doch tatsächlich teurer als Fleisch... und bei uns wirds als Müll entsorgt... zurecht!!!

P.S. Julia: Hühner-Knorpel hätte ich auch nicht gegessen...!!!

P.S. Christian: Wer bestellt denn sowas ?

6. Tag: Planetarium und Beijing Zoo

Montag, 23.04.2012

Um den Massen etwas zu entgehen (es war Sonntag, immer noch Wochenende) und um nicht nur die typischen Touri-Orte zu besichtigen, gingen wir also in den Zoo. Vorher machten wir allerdings einen Abstecher ins gegenüberliegende Planetarium, um uns einen 4D-Kurzfilm anzusehen. Hier lernten Christian und Julia, was ein 4D-Kino ist und wie man die 4. Dimension zu spüren bekommt. Nach einigen Tritten durch die Rückenlehne und vollgespritzt mit Wasser verließen wir das Kino wieder, schauten uns noch einige andere Dinge im Planetarium an, und machten uns dann wieder auf Richtung Zoo.

Am Ticketschalter bediente uns wieder einmal eine chinesische Frau, die - was für eine Überraschung - der englischen Sprache nicht mächtig war. Wir kamen trotzdem für 20 Yuan (2,40 Euro) in den Zoo. Das Gelände ist ziemlich riesig und man kann hier durchaus den ganzen Tag verbringen - schon allein weil die meisten Gehege sehr weit voneinander entfernt sind. Lieschen: „Eigentlich läufste mehr, als dasse Tiere siehst!“ Allerdings sollte man hier nicht mit zu großen Erwartungen reingehen, wenn man deutsche Zoos gewohnt ist. Artgerechte Tierhaltung ist hier ein Fremdwort - die Gehege sind viel zu klein (ein Elefant im Innhouse-Gehege hatte eine Fläche von ca. 15 qm) und/oder zu laut (Affengehege unmittelbar unter einer Schnellstraße), die Tiere laufen meistens auf Beton und Grünfläche gibt es kaum. Die deutsche Tierschutzbehörde hätte den Zoo mit Sicherheit schon geschlossen. Für Asiaten, vor allem für asiatische Touris vom Land, scheint der Zoo aber ein Highlight zu sein. Schaut man in ihre Gesichter beim Anblick der Tiere, sieht man förmlich ihre Begeisterung. Fazit: Laut Reiseführer sollte der Zoo nur sehenswert sein wegen seiner Pandas. Unsere Meinung (von Lieschen und DeSchi): Er ist gar nicht sehenswert! 

Am späten Nachmittag trennten sich dann wieder unsere Wege. Christian und Julia trafen sich mit einem Freund zum Essen, während DeSchi und Lieschen erst einmal auf dem Zimmer zur Ruhe kamen.

 

Lieschen und Deschi

Im Anschluss daran besuchten wir einen Lebensmittelmarkt, auf dem es neben Obst und Gemüse, auch Fleisch, Fisch und Gewürze zu erwerben gibt. Lieschen erschrak ein wenig ob der lebenden Tiere, die erst geschlachtet werden, wenn sie einen Käufer haben. Später ging es zum Bummeln auf die Haupteinkaufsstraße Wangfujing. Von hier aus gingen wir auch in einige Seitengassen. Zuletzt passierten wir da die Nahrungsmittel-Verkaufsstände. Hier gab es u.A.: Skorpione, Frösche, Spinnen, Würmer, Grashüpfer, Mini-Enten, Seesterne und Echsen. Alle waren aufgespießt und wurden entsprechend der Bestellungen gegrillt. Iiiiihhh!


Wir entschieden uns deswegen, doch woanders zu essen und gingen in das chinesische Restaurant, in dem wir am ersten Abend bereits gemeinsam gegessen hatten - wohl wissend, dass die Bedienung kaum Englisch kann. Aber: Die Speisekarten hier ähneln einem Bilderbuch und wir waren guter Hoffnung, das „leckere“ Essen dort wiederzufinden. Nun ist es aber wie in Deutschland: die Bilder sehen den tatsächlichen Gerichten nicht allzu ähnlich. Und da am 1. Abend Christian bestellt hatte, wussten wir nicht, welches Bild zu unserem Wunschgericht gehörte. Wir fragten nach „Chicken“ - und bekamen Chicken. Allerdings schmeckte es nicht wie Chicken: Es war knorpelig, hart, und ganz nebenbei noch megascharf (Anteil: ca. 1/5 „Chicken“ - 4/5 rote Peperoni). Natürlich untersuchten wir das Gericht und kamen zu dem Schluss, dass es wohl chicken war - und zwar Chicken-food, deutsch: Hühnerfüße. Leute, wir sagen Euch: Hühnerfüße schmecken einfach nicht. 

Hinterher bestellten wir dann wieder Chicken und bekamen etwas, das man durchaus verzehren konnte. Dazu hatten wir jeder eine Flasche Wasser und einen Pott Reis. Insgesamt bezahlten wir 58 Yuan (7 Euro) - wohl gemerkt: Das „falsche“ Chicken-Gericht kostete mit 32 Yuan mehr als die Hälfte. Fazit: Wir hätten bei richtiger Bestellung für 26 Yuan (3 Euro) Abendessen können - und zwar uns beide satt essen!

Hühnerfüße kleingehackt mit gaaaanz viel Chili  

Christian und Julia

Wir waren mit Herrn Meng essen und tranken zur Abwechslung mal wieder deutsches Bier. Es war lecker! Um den Tag ausklingen zu lassen, gönnten wir uns noch eine Fußmassage. Dabei schlief Christian sogar ein. ;) 

 

LG

Euer Beijing-Discovery-Team

 

P.S. Lieschen: Ich hab Rheuma im Zeh.

P.S. DeSchi: Siehste! Meinen Füßen geht‘s wieder gut - auch ohne rheumahervorrufende Wanderschuhen.

P.S.2 DeSchi: Lieschen konnte heute Nacht nicht schlafen, da der „Hühnerfuß“ noch in ihr war - und ratet mal wer deswegen wach gehalten wurde! :/ 

P.S. Christian: Ich weiß aus Erfahrung, dass Hühnerfüße für Europäer nur zum Rückenkratzen geeignet sind. 

P.S. Christian und Julia: Der Beijing Zoo ist in keinster Art und Weise mit der Zoom Erlebniswelt zu vergleichen, entspricht eher einem deutschen Betonzoo mit langen Wegen.

5. Tag: Kaiserpalast, verbotene Stadt und Shopping in Xidan

Sonntag, 22.04.2012

Nachdem es morgens doch danach aussah, dass das Wetter sich nicht geändert hatte, mussten wir am Nachmittag doch feststellen, dass es wärmer geworden war. Entsprechend warm angezogen, schwitzten wir.

Natürlich wieder: Fotoshooting mit Asiaten

Unser 5. Tag war ein Samstag. Wochenende! Unglaublich, wie voll einfach alles ist, wenn die Chinesen mal frei haben: 18 Millionen Einwohner + inländische Touristen + ausländische Touristen + mögliche nicht registrierte Einwohner Pekings... man kann sich vorstellen, wie es hier aussah. 

Unser erstes Ziel waren der Kaiserpalast und die verbotene Stadt. Auf dem Weg dorthin entschieden wir uns gegen den Weg an der Straße und für den Weg durch den Changpuhe-Park. Obwohl dieser parallel zur Hauptstraße liegt und nur durch eine Mauer von eben dieser getrennt ist, genießt man hier eine unglaubliche Stille. Eine kleine Oase inmitten einer Groß-Groß-Groß-Stadt. Genial! Am Palast angekommen, waren die anzutreffenden Menschenmassen aber ein Grund, sich diesen nicht genauer von innen anzusehen. Also liefen wir außen herum - entlang der Unterkünfte der ehemaligen Kaiserbediensteten. Hier gönnten wir uns auch auch ein Picknick: Ananas, Tomaten, Honigmelone, Sesam-China-Brot, gerolltes Gemüse-Crêpes und Kekse. Während der Zeit, in der Lieschen die Ananas schnitt, wurde sie von einem Obdachlosen erwartungsfroh beobachtet und angelächelt. Dieser freute sich anschließend über den Strunk wie ein kleines Kind - endlich frisches Essen!

Fotoshooting II.

Im Anschluss daran liefen und liefen und liefen wir immer weiter Richtung Beihai-Park. Da wir Abends aber zum Essen verabredet waren und nicht genug Zeit gehabt hätten, den Park vollständig zu bewundern, verschoben wir den Besuch dort auf einen anderen Tag und entschieden uns wieder fürs Shoppen. Diesmal in Xidan ;)

 Nicht zu vergessen: Die ganzen Menschenmassen, in denen wir uns bewegten...

Um 18 Uhr trafen wir uns dann mit BaoYu und ihrem Sohn zum Abendessen. Es ging in ein chinesisches Restaurant, das von Außen kaum auffällt. Nachdem man allerdings begrüßt und ins Untergeschoss geführt wird, entpuppt es sich doch als sehr schön. Es gab Beijing-Nudeln, Ente (kalt....uahhh!), Crispy Chicken im Honigmantel, Fisch und Gemüse (oh man war das scharf!). Wir bewundern immer noch die Fingerfertigkeiten von BaoYus Sohn im Umgang mit den Stäbchen. Natürlich konnten wir da mithalten - besonders bei den Nudeln.^^

Zum Abschluss des Tages gingen Julia und Chrstian mit BaoYu und ihrem Sohn noch eine Kleinigkeit trinken, während DeSchi und Lieschen sich mal etwas Ruhe gönnten und zum Hotel zurückgingen ;) Christian ließ es sich nicht nehmen, den Tag mit einer Massage zu beenden.

LG

Euer Beijing-Discovery-Team

 

P.S. Julia: Nur schwarze Köppe...und 1 blonder Kopf (das Lieschen!)

P.S. Lieschen: Ich vermisse Messer und Gabel! Ich möchte mich nicht mehr von einem 8-jährigen auslachen lassen. =/

P.S. DeSchi: REAL HAT GESIIIIIEGT!!!! :D

P.S. Christian: Ich find‘s bemerkenswert, wie man 3 Taschen für 2 Personen kaufen kann.

 

4. Tag: Olympia Park und Shopping

Freitag, 20.04.2012

Heute gingen wir getrennte Wege: Lieschen und DeSchi versuchten sich zum ersten Mal alleine als Touris, während Christian und Julia die chinesischen Einkaufmeilen stürmten.

Lieschen und DeSchi:

Trotz des schlechten Wetters (immer mehr Nebel und am Nachmittag schließlich auch Regen), besuchten wir den Olympia Park, den Ort, an dem 2008 die Olympischen Spiele stattfanden.

Wie man sieht, sieht man nichts.

Angefangen am Südtor liefen wir durch das Gelände bis wir schließlich am National Stadium, dem „Bird‘s Nest“ ankamen. Das konnten wir auch als Studenten vergünstigt für 25 Yuan (= 3€) besuchen. An dieser Stelle seien einige Kloerlebnisse des Tages genannt: 

  1. Die Chinesen hatten eine gute Idee für die Bewältigung großer Frauenmassen: Die Toiletten haben einen Eingang und einen extra Ausgang!
  2. Wir fanden die Hinterlassenschaften von Frau XY.
  3. Bereits jetzt (am 4. Tag!) trauten wir uns auf die chinesischen Toiletten... und waren mehr oder weniger erfolgreich...xD (siehe Foto)

Diese Treppen nehmen einfach kein Ende... und wir mussten da hoch!

Symbol für Europäisches Klo Symbol für chinesisches Klo

Danach gings in den Water Cube - das „Schwimmbad“ der Olympischen Spiele. Was von außen relativ klein wirkt, ist innen einfach nur riesig und ermöglicht es problemlos, sich zu verlaufen. Hier findet man aber nicht nur die aus dem TV bekannten Bahnen und Sprungbecken von Olympia, sondern auch ein großes Wasserparadies samt Looping-Rutschen und Kinderwasserspielplatz - und natürlich auch: Indoor-Fastfood-Läden ;)

Auf das Schwimmbecken für Olympia 2008 konnten wir allerdings keinen Blick werfen, da dieses vollständig hinter extra eingezogenen Stahl-Wänden/Gerüsten versteckt war. Da DeSchi natürlich neugierig ist und unbedingt wissen wollte, was der Grund dafür war, fragten wir uns durch. Englisch? No way! Irgendwie spricht selbst an diesen touristischen Orten niemand die Weltsprache. Irgendwann aber fanden wir einen Mitbürger. Deutsch - endlich! Wir fanden dann heraus, dass in diesem Jahr in Peking wieder die Automesse stattfindet, und VW (gemeinsam mit den Tochtergesellschaften MAN und Scania) im Vorfeld eine eigene Veranstaltung durchführt - nur für ausgewählte Personen - auf der auch (wie von uns schon richtig vermutet) eine Neu-Wagen-Präsentation stattfindet. Und das im Schwimmbad? Interessant... ;)

Die VW-Zone von

Abends gab‘s dann Instand-Nudeln zum aufkochen, „Baumkuchen“ und komische Süßbrot-Fleisch-Brötchen bzw. möchte-gern Flamm-Eier-kuchen.

Abendessen =D Abendverkehr


Christian und Julia 

Wir waren heute in Xidan zum Shoppen. Dort haben wir einige Sachen erstanden, z.B. orangene Schuhe und Shirts. Abendessen: Heute gab es roter Jangtze-Mini-Hummer mit viel Chili, als Beilage gab es Wildaustern und Chili-Mais.

 

Liebe Grüße

Euer Beijing-Discovery-Team 


P.S. Lieschen und DeSchi: „Stoßzeiten“ in der pekinger U-Bahn kann man hier wörtlich nehmen. Unglaublich, wie viele Leute in so eine Bahn passen - und man selbst steht mitten drin.

P.S. Christian: Lieschen und DeSchi entwickeln sich zu Toiletten-Stalkern... ;)

P.S. alle: Ist euch an einem bestimmten Bild zu Tag 2 nichts aufgefallen?!?! =P

3. Tag: Naturkundemuseum (Beijing Museum of National History), Platz des Himmlischen Friedens (Tian‘an Men) und Dazhalan

Donnerstag, 19.04.2012

Um das erste Ziel an diesem Tag zu erreichen, wagten wir uns, den Bus zu nehmen (kleine Anmerkung: Kosten pro Fahrt = 1 Yuan = ca. 12ct). Aufgrund einiger sprachlichen Hindernisse, verfehlten wir das Ziel allerdings um einige Kilometer. Also hieß es: Doch laufen! Kleiner Vorteil hierbei war nur, dass wir mehr Fotos machen konnten. Motive boten wir uns gegenseitig, aber auch schöne Blumen und das „Home sweet Home“ des parkeigenen Halb-Obdachlosen (siehe Foto).


Im Anschluss daran ging es dann ins Museum. Dieses bot neben einem Dinosauriergarten und einer Menschausstellung auch einen „Discovery Corner“, in dem vor allem Lieschen komische Tierchen wie „schwimmende Kakerlakenschildkröten“ bewundern konnte. Anmerken möchten wir hier, dass die vorherrschende Dinokrankheit der Schwanzbruch ist.  

Danach ging es weiter zur Altstadt (Dazhalan und Qianmem). Unser Vorhaben, die am Anfang der Straße (welche üblicherweise von Touristen viel besucht wird) angebotenen churros zu probieren, um diese mit unseren eigenen zu vergleichen, wurde schnell gebremst. Grund dafür war unsere Beobachtung am Nachbarstand: Hier hatte ein Verkäufer seine Hände als Taschentuch missbraucht und seinen Nasenrotz in die Hände geschnauft, um anschließend das Fleisch wieder zu wenden - natürlich ohne sich zwischenzeitig die Hände zu waschen. Guten Hunger! Wir aber verzichten auf diese Art der Würzung.

Nachdem der Hunger also ganz schnell vergangen war, besuchten wir eine traditionelle chinesische Apotheke. Darin roch es nicht nur streng nach den verschiedensten Kräutern, es wurden auch Wurzeln und Hirschgeweih als Medikamente verkauft. Der Apotheke gegenüber befand sich ein Pinsel-Händler. Hier fanden wir den perfekten Schminkpinsel für Lieschen: Haarlänge ca. 40cm, Durchmesser ca. 20cm!

Trotzdem sind wir auch in dieser Straße fündig geworden und konnten in den alten Märkten was für uns finden.

Die chinesische Apotheke - 3 Stockwerke Was ist hier verboten?

Zum Schluss gingen wir zum Platz des Himmlischen Friedens, um den Wachwechsel zu beobachten. Auf dem Platz steht ein hoher Fahnenmast. Dort wird jeden morgen um 6 Uhr die chinesische Flagge gehisst und Abends wieder abgenommen. Begleitet wird das Ganze vom Militär. Natürlich wird diese auch den ganzen Tag über von ihm bewacht.

Wie nicht anders erwartet: Wir Europäer durften wieder ständig als Fotomodell für die Asiaten hinhalten - vor allem Lieschen als blonde Deutsche.

Zur Abwechslung aßen Lieschen und DeSchi heute dann bei McDonalds (Menü für 25,5 Yuan = ca. 3 Euro). Christian und Julia vertrauten weiter dem chinesischen Essen ;)

Wir haben das erste deutsche Wort gesichtet.

LG

Euer Beijing-Discovery Team

  

P.S. DeSchi: Meine Theorie: Die Gehwege sind bestimmt härter und nicht mit Sand unterfüttert wie wir es aus Europa kennen. Sonst würden meine Füße bestimmt nicht soooo weh tun.

P.S. Julia: Der Boden ist so glatt, dass man anders läuft als in Deutschland. Deswegen tun meine Füße so weh.

P.S. Lieschen: Ätschibätsch, ich hab Wanderschuhe! Ich hab keine Fuß-Aua!

P.S. Christian: Lieschen ist gefühlskalt. Deswegen hat sie keine Schmerzen an den Füßen.

2. Tag: Himmelstempel und Hong Qiao-Pearl Market

Donnerstag, 19.04.2012
Nachdem wir lange ausgeschlafen hatten um den Jetlag zu umgehen, gingen wir zu Fuß zum Himmelstempel. Auf dem Weg dorthin gingen wir in ein „kleines“ Shoppingcenter worin ein Kinderparadies versteckt war, auch für uns! :-)(Siehe Bild)

Die neueste chinesische Mode haben wir auch entdeckt und bewundert. (Siehe Bild) 

Fotoshootings werden an jeder Ecke gemacht. (Siehe Bild)

Neben den vielen kulturellen Eindrücken wurden uns im Himmelstempel (Tiantan) auch  interkulturelle Begegnungen zuteil. (Siehe Foto 2)

Musikalische und sportliche Darbietungen sind hier inklusive. (Siehe Foto 2)

Nach so viel Kultur haben wir den Tempel durch das Osttor verlassen und besuchten das alteingesessene Shoppingcenter Hong Qiao Pearl Market (am besten zu beschreiben als „Fake Markets“).

Dort boten uns die Händler alle 2 Meter (gefühlt alle 2 cm) von rechts und links ihre Waren an. Es wurde ordentlich gefeilscht. Einiges haben wir zu günstigen Preisen ersteigen.

Dinge, die Julia und Christian letztes Jahr dort kauften, wurden anstandslos repariert.

Den Tag haben wir dann in einem koreanischen Restaurant ausklingen lassen. Dort konnten wir das Bestellte selbst grillen. 

Leider regnet es gerade...und wir sind alle nass. =(

  Unfreiwilliges Fotoshooting Einmal wieder Kind sein...

 

Angekommen !

Mittwoch, 18.04.2012

Nach 25 Stunden Anreise sind wir endlich in Beijing angekommen. Ziel erreicht, was nun?
Erstmal was ordentliches essen. Doch bevor wir zum Essen gingen, besuchten wir einen Food-Night-Market.Wir trauten uns zu eine Portion Mango-Smilies zu kaufen. Dieser schmeckt außer nach Teig nach nichts. Keine Mango weit und breit. Wir sahen Katzenhaie, Seesterne, Seeigel, Schmetterlingsraupen, Rindermagen und etwas von dem wir noch nicht aufgeklärt wurden, ob es Hoden oder andere Innereien seien könnten. Alles war aufgespießt und zum Grillen bereit.
Zufällig sahen wir am Ende der Wangfujing an der katholischen Kirche einen tanzenden Flashmob von ca. 400 Chinesen inklusive Vortänzern. Sie tanzten zu chinesischer Popmusik.
Wir aßen dann doch lieber in einem kleinen Restaurant, dort gab es Gemüse, Pilze Tofublätter und Fleisch.Hier möchte Lieschen noch besonders erwähnen, das sie das Grünzeug der Kohlrabi verwundert probiert hatte. Die superleckeren Garnelen hat sie jedoch verschmäht, weil sie sie ansahen.
PS: von Lieschen: ganz schön viele Asiaten hier.PS: von Lieschen und DeschI chinesische Kleinkinder laufen mit Schlitz in der Hose im Gesäßbereich herum.PS: von uns:

Lieschen hat das Klo geschrubbt. (Keimfrei)

Am 16.4.12 geht's los!

Sonntag, 08.04.2012

Dies ist also unser Blog. Wir - das sind Lieschen, DeSchi, Julia und Christian.

Am 16.4. geht's los und wir werden uns bemühen, Euch dann über unseren Trip auf dem Laufenden zu halten.

Kommentiert fleißig, was ihr seht und lest. Dann wissen wir, dass es Euch noch gibt! Lachend

 

Zeit bis zum Abflug

 

Am 16.4.2012 um 15.25 Uhr geht's los: Von Duesseldorf via Dubai nach Peking.

Übersichtskarte

Archiv

Mai 2012
April 2012